AZITHROMYCIN HEXAL 200mg/5ml Plv.z.Susp.-Herst.

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Verschreibungspflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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PZN: 0230007
Hersteller: Hexal AG
Darreichung: Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen
Menge: 30 ml
18,41 1
€ 613,67 / 1l
Menge:
Alternative Packungsgrößen
15 ml 30 ml 37.5 ml

Indikation

Das Arzneimittel wird angewendet zur Behandlung der folgenden Infektionen: 1. Pädiatrische Patienten ab 6 Monaten und mit einem Körpergewicht unter 45 kg: - Akute Streptokokken-Tonsillopharyngitis - Akute bakterielle Sinusitis - Akute bakterielle Otitis media - Ambulant erworbene Pneumonie (CAP) - Akute bakterielle Haut- und Weichteilinfektionen (ABSSSI). 2. Erwachsene und Jugendliche mit einem Körpergewicht von mindestens 45 kg, die keine festen Darreichungsformen schlucken können: Zusätzlich zu den oben aufgeführten Anwendungsgebieten wird dieses Arzneimittel auch angewendet für die Behandlung von: - Urethritis und Zervizitis, verursacht durch Chlamydia trachomatis - Urethritis und Zervizitis, verursacht durch Neisseria gonorrhoeae in Kombination mit einem anderen geeigneten Antibiotikum (z. B. Ceftriaxon) - Erwachsene Patienten mit akuter Exazerbation einer chronischen Bronchitis. Hinweise zu den Anwendungsgebieten - Die offiziellen Leitlinien zur angemessenen Anwendung von antimikrobiellen Wirkstoffen sind zu beachten. - Aufgrund der langanhaltenden und nach Ende der Behandlung abnehmenden Azithromycin-Konzentrationen im Plasma und in den Geweben könnte Azithromycin die Entwicklung von Resistenzen begünstigen. Eine Behandlung mit Azithromycin sollte nur dann nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung unter Berücksichtigung der lokalen Resistenzprävalenz eingeleitet werden, wenn bevorzugte Therapieschemata nicht angezeigt sind. - Sexuell übertragbare Infektionen: Es ist sehr wahrscheinlich, dass Neisseria gonorrhoeae gegen Makrolid-Antibiotika, einschließlich des Azalids Azithromycin, resistent ist. Daher wird Azithromycin nicht für die Behandlung einer unkomplizierten Gonorrhoe und entzündlicher Beckenerkrankungen empfohlen, es sei denn, die Empfindlichkeit des Erregers gegenüber Azithromycin wurde durch Laborergebnisse bestätigt. Wird die Erkrankung nicht oder nur suboptimal behandelt, können im späteren Verlauf Komplikationen auftreten, wie z.B. Unfruchtbarkeit und ektope Schwangerschaften. Wenn darüber hinaus eine Einzeldosis Azithromycin für die Behandlung einer Urethritis oder Zervizitis verursacht durch N. gonorrhoeae oder C. trachomatis in Betracht gezogen wird, sollte eine begleitende urogenitale Infektion durch Mycoplasma genitalium ausgeschlossen werden, da bei diesem Erreger ein hohes Risiko für das Auftreten einer Resistenz besteht. Darüber hinaus sollte eine durch Treponema pallidum verursachte Begleitinfektion ausgeschlossen werden, da andernfalls die Symptome einer sich entwickelnden Syphilis möglicherweise maskiert werden und dadurch die Diagnosestellung verzögert werden könnte. Bei allen Patienten mit sexuell übertragbaren urogenitalen Infektionen sollten eine geeignete antibakterielle-Therapie eingeleitet und mikrobiologische Nachuntersuchungen durchgeführt werden.

Gebrauchs­informationen

Anwendungsangaben

  • - Bakterieninfektionen, wie:
  • - Unkomplizierte Infektion im Harnwegs- und Genitalbereich durch Bakterien (Chlamydien)
  • - Unkomplizierte Bakterieninfektion der Geschlechtsorgane (Gonorrhoe)
  • - Bakterieninfektionen der Atemwege, wie:
  • - Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • - Rachenentzündung (Pharyngitis)
  • - Mandelentzündung (Tonsillitis)
  • - Bronchitis
  • - Lungenentzündung
  • - Mittelohrentzündung (Otitis media)
  • - Bakterieninfektionen der Haut und des Gewebes
  • Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
  • Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.

Zusammensetzung

Die angegebenen Mengen beziehen sich auf 5 ml Fertiglösung = 1 Messlöffel

Wirkstoff Azithromycin-2-Wasser209,62 mg
Wirkstoff Azithromycin200 mg
Hilfsstoff Hyprolose+
Hilfsstoff Trinatriumphosphat+
Hilfsstoff Saccharose3,92 g
Hilfsstoff Xanthan gummi+
Hilfsstoff Bananen-Aroma+

Dosierungsangaben

PersonenkreisZeitpunktEinzeldosisGesamtdosis
Jugendliche (über 45 kg Körpergewicht) und Erwachsenetäglich zum gleichen Zeitpunkt, unabhängig von der Mahlzeit12,5 ml1-mal täglich

Für Säuglinge (ab 6 Monaten), Kinder und Jugendliche bis 45 kg Körpergewicht wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.

Alternativ kann eine Behandlung über 5 Tage durchgeführt werden.

Genitalinfektionen: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt dosiert.

Bei einem empfindlichen Magen empfiehlt es sich das Arzneimittel unmittelbar vor der Mahlzeit einzunehmen.

Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Makrolid-Antibiotika wie Erythromycin!
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose. Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Bereiten Sie das Arzneimittel zu und nehmen Sie es ein. Lassen Sie sich zur Zubereitung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten. Vor jedem Gebrauch gut schütteln.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Die Anwendungsdauer beträgt 3 oder 5 Tage. Bei Harnröhren- und Gebärmutterhalsentzündung wird das Arzneimittel einmalig angewendet.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfällen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Einnahme um mind. 12 Stunden verpasst: Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Einnahme um max. 12 Stunden verpasst: Nehmen Sie das Arzneimittel ein, sobald Sie daran denken und halten dann Ihren ursprünglichen Zeitplan ein.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und bekämpft bestimmte Bakterien, indem er den Aufbau von Eiweißbestandteilen stört. Diese Eiweißbestandteile sind für Wachstum und Vermehrung der Bakterien unerlässlich, durch ihr Fehlen geht die Bakterienzelle zugrunde.

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 5 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Durchfälle
- Kopfschmerzen
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Blutbildveränderungen
- Infektionen mit Hefepilzen
- Infektionen der Scheide
- Lungenentzündung durch Infektion (Pneumonie)
- Pilzinfektion
- Bakterieninfektion
- Infektiöse Halsentzündung (Pharyngitis)
- Infektiöse Entzündung des Magen-Darm-Traktes
- Schnupfen
- Hefepilzinfektion (Candidose) der Mundschleimhaut
- Spontan auftretende (Schleim-) Haut-Schwellung (Angioödem)
- Überempfindlichkeitsreaktion
- Appetitlosigkeit
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Geruchs- oder Geschmacksstörungen
- Missempfindungen
- Sehstörungen
- Ohrerkrankung
- Drehschwindel
- Herzklopfen
- Hitzewallungen
- Kurzatmigkeit (Dyspnoe)
- Atemwegserkrankung
- Nasenbluten
- Verstopfung
- Blähungen
- Magen-Darm-Beschwerden
- Magenschleimhautentzündung
- Schluckstörungen
- Mundtrockenheit
- Aufstoßen
- Geschwür in der Mundschleimhaut
- Übermäßige Speichelsekretion
- Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie:
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Nesselsucht (Urtikaria)
- Hautentzündung
- Trockene Haut
- Übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) durch Medikamente
- Gelenkabnutzung (Arthrose)
- Muskelschmerzen
- Rückenschmerzen
- Nackenschmerzen
- Schmerzhafte oder erschwerte Harnblasenentleerung
- Nierenschmerz
- Zwischenblutung
- Hodenerkrankung
- Wassereinlagerung (Ödem), auch Gesicht und/oder in Armen bzw. Beinen
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Unwohlsein
- Müdigkeit
- Brustschmerzen
- Fieber
- Schmerzen
- Veränderte Blutwerte
- Komplikation nach einem chirurgischen Eingriff

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Jugendliche ab 45 kg Körpergewicht und Erwachsene: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Ältere Patienten: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

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