DIAZEPAM DESITIN 10 mg rectal Mikroklist.

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Verschreibungspflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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Enthält Alkohol

Enthält 12% Alkohol.

PZN: 2404799
Hersteller: Desitin Arzneimittel GmbH
Darreichung: Klistiere
Menge: 5 St
42,42 1
€ 8,48 / 1St
Menge:
Alternative Packungsgrößen
5 St

Indikation

1. Zur Prämedikation vor chirurgischen oder diagnostischen Eingriffen und zur postoperativen Medikation. 2. Zur akuten klinischen Intervention bei akuten Angst-, Spannungs- und Erregungszuständen. 3. Zur Behandlung des Status epilepticus. 4. Tetanus sowie Fieberkrämpfe. 5. Zur Behandlung von Zuständen mit erhöhtem Muskeltonus. Hinweise zu den Anwendungsgebieten - Nicht alle Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände oder Schlafstörungen bedürfen einer medikamentösen Therapie. Oftmals sind sie Ausdruck körperlicher oder seelischer Erkrankungen und können durch andere Maßnahmen oder durch eine Therapie der Grundkrankheit beeinflusst werden. - Benzodiazepine werden nicht zur primären Behandlung von Psychosen empfohlen. - Benzodiazepine sollten nicht zur alleinigen Behandlung von Depressionen oder Angstzuständen, die von Depressionen begleitet sind, angewendet werden. Unter Umständen kann die depressive Symptomatik verstärkt werden, wenn keine geeignete Behandlung der Grunderkrankung mit Antidepressiva erfolgt (Suizidgefahr).

Gebrauchs­informationen

Anwendungsangaben

  • - Spannungsgefühl
  • - Erregung
  • - Angst
  • Das Arzneimittel sollte nur dann eingesetzt werden, wenn die Erkrankung schwerwiegend und durch andere Maßnahmen kurzfristig nicht zu beheben ist.
  • - Beruhigung vor Operationen oder diagnostischen Eingriffen
  • - Beruhigung nach Operationen oder diagnostischen Eingriffen
  • - Status epilepticus
  • - Erhöhte Muskelspannung
  • - Tetanus
  • - Fieberkrampf

Zusammensetzung

Die angegebenen Mengen beziehen sich auf 2,5 ml Lösung = 1 Einlauf

Wirkstoff Diazepam10 mg
Hilfsstoff Benzylalkohol37,5 mg
Hilfsstoff Ethanol 96% (V/V)+
Hilfsstoff Benzoesäure2,5 mg
Hilfsstoff Natriumbenzoat122,5 mg
Hilfsstoff Propylenglycol1 g
Hilfsstoff Wasser, gereinigtes+

Dosierungsangaben

PersonenkreisZeitpunktEinzeldosisGesamtdosis
Jugendliche über 50 kg Körpergewicht und Erwachsenenach dem Eingriff1 Einlauf1 Einlauf
Kinder und Jugendliche von 3-18 Jahren mit 15-50 kg Körpergewichtzu Beginn des Anfalls1 Einlauf1 Einlauf
Jugendliche ab 50 kg Körpergewicht und Erwachsenezu Beginn des Anfalls1 Einlauf1 Einlauf
Jugendliche ab 50 kg Körpergewicht und Erwachseneverteilt über den Tag1-2 Einläufe1-2 mal täglich
Kinder und Jugendliche von 3-18 Jahren mit 15-50 kg Körpergewichtzu Beginn des Anfalls1 Einlauf1 Einlauf
Jugendliche ab 50 kg Körpergewicht und Erwachsenezu Beginn des Anfalls1 Einlauf1 Einlauf
Jugendliche über 50 kg Körpergewicht und Erwachseneabends1-2 Einläufe1-2 Einläufe
Jugendliche über 50 kg Körpergewicht und Erwachsenevor dem Eingriff (ca. 1 Stunde)1 Einlauf1 Einlauf

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Status epilepticus: Für Kinder ab 6 Monaten - 3 Jahre mit 10-15 kg Körpergewicht stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Höchstdosis: Status epilepticus: Bei unzureichender Wirkung kann die Anwendung nach 10-15 Minuten wiederholt werden.

Höchstdosis für Kinder ab 15 kg Körpergewicht: Status epilepticus: Eine Dosis von 2 Einläufen sollte nicht überschritten werden.

Höchstdosis für Erwachsene: Status epilepticus: Eine Dosis von 3 Einläufen sollte nicht überschritten werden.

Erhöhte Muskelspannung - Folgebehandlung: Für die Folgebehandlung stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände, Tetanus und Fieberkrampf: Für Kinder ab 6 Monaten - 3 Jahre mit 10-15 kg Körpergewicht stehen Arzneimittel mit niedrigerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Höchstdosis für Kinder: Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände, Tetanus und Fieberkrampf: Bei unzureichender Wirkung kann die Anwendung nach 12 Stunden wiederholt werden.

Höchstdosis für Erwachsene: Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände, Tetanus und Fieberkrampf: Bei unzureichender Wirkung kann die Anwendung nach 3-4 Stunden wiederholt werden.

Höchstdosis für Kinder ab 3 Jahren: Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände, Tetanus und Fieberkrampf: Eine Dosis von 4 Einläufen sollte nicht überschritten werden.

Höchstdosis für Erwachsene: Spannungs-, Erregungs- und Angstzustände, Tetanus und Fieberkrampf: Eine Dosis von 4 Einläufen sollte nicht überschritten werden.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht: Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
- Vorsicht: Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vorsicht: Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Vorsicht bei Allergie gegen Benzodiazepine wie Diazepam oder chemisch-ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Benzylalkohol und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Benzoesäure und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol und ähnliche Stoffe!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Geben Sie das Arzneimittel in den Darm ein. Beim Herausziehen des Behälters sollten Sie ihn zusammengedrückt lassen, damit das Arzneimittel nicht wieder eingesaugt werden kann. Legen Sie sich für die Anwendung auf die Seite und ziehen Sie die Kniee an.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Schläfrigkeit, Koordinationsstörungen, niedrigem Blutdruck, Verwirrtheit und Herz-Kreislaufversagen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff wirkt vor allem beruhigend und krampflösend, indem er im Gehirn an speziellen Bindungsstellen angreift. Durch die Wechselwirkung mit diesen Bindungsstellen wird die Wirkung von körpereigenen, entspannend wirkenden Substanzen verstärkt.

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Benommenheit, vor allem am nächsten Tag
- Müdigkeit
- Schläfrigkeit
- Konzentrationsstörungen
- Delirium (Verwirrtheit)
- Gedächtnislücken (kurzzeitig)
- Koordinationsstörung, wie z.B.:
- Gangunsicherheit
- Sehstörungen, wie Doppeltsehen
- Sprachstörungen
- Sonderbare (paradoxe) Reaktionen, wie:
- Schlaflosigkeit
- Aggressives Verhalten
- Erhöhter Muskeltonus (Spannungszustand des Muskels)
- Selbstmordgedanken

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Alkoholmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegt

Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Schlafapnoe-Syndrom (kurzzeitiger Atemstillstand während des Schlafes)
- Atemschwäche
- Asthma bronchiale
- Kreislaufschwäche
- Bewegungsstörungen, aufgrund von Schädigung der Nervenbahnen im Gehirn (zerebrale Ataxien)
- Bewegungsstörungen, aufgrund von Schädigung der Nervenbahnen im Rückenmark (spinale Ataxien)
- Hirnschäden
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Engwinkelglaukom

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 3 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Gruppe in der Regel nicht angewendet werden. Es gibt Präparate, die von der Wirkstoffstärke und/oder Darreichungsform her besser geeignet sind.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Das Arzneimittel darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder unter ärztlicher Kontrolle angewendet werden.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

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