HYDROXYCHLOROQUIN Heumann 200 mg Filmtabletten

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Verschreibungspflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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PZN: 14278199
Hersteller: HEUMANN PHARMA GmbH & Co. Generica KG
Darreichung: Filmtabletten
Menge: 30 St
18,17 1
€ 0,61 / 1St
Menge:

Indikation

1. Erwachsene: - symptomatische Behandlung der rheumatoiden Arthritis - systemischer und diskoider Lupus erythematodes - Malariaprophylaxe und Therapie von unkomplizierter Malaria verursacht durch Plasmodium vivax, P. falciparum, P. ovale und P. malariae 2. Kinder (>= 6 Jahre und >= 35 kg): - systemischer und diskoider Lupus erythematodes - Malariaprophylaxe und Therapie von unkomplizierter Malaria verursacht durch Plasmodium vivax, P. falciparum, P. ovale und P. malariae Hinweise zu den Anwendungsgebieten Chloroquin-resistente P. falciparum und zunehmend auch Chloroquin-resistente P. vivax sind in vielen Gebieten anzutreffen, wodurch der Nutzen von Hydroxychloroquin in diesen Gebieten begrenzt ist. Zum Vorkommen von Resistenzen gegenüber Antimalariamitteln sind offizielle Leitlinien und ortsspezifische Informationen zu berücksichtigen (z. B. Leitlinien der WHO und des Gesundheitswesens). Malaria: - Hydroxychloroquin wirkt nicht gegen Chloroquin-resistente Stämme von P. falciparum und P. vivax. Es wirkt auch nicht gegen exoerythrozytäre Formen von P. vivax und P. ovale. - Zur Vermeidung von Rezidiven sowie in Anbetracht der Aktivität gegen präerythrozytäre Leberstadien (Hypnozoiten) muss Hydroxychloroquin bei der Behandlung von Infektionen mit P. ovale und/oder P. vivax mit Primaquinphosphat kombiniert werden.

Gebrauchs­informationen

Anwendungsangaben

  • - Chronische Polyarthritis
  • - Autoimmunerkrankung mit Entzündungen der Haut und Organe (SLE)
  • - Autoimmunerkrankung mit rotschuppiger Hautveränderung v.a. im Gesicht (DLE)
  • - Malaria, zur Vorbeugung
  • - Malaria, zur Behandlung
  • Es gibt verschiedene Erreger der Malaria. In welcher Region welches Arzneimittel empfohlen wird, kann sich laufend ändern. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder einem Tropeninstitut beraten.

Zusammensetzung

Die angegebenen Mengen beziehen sich auf 1 Tablette

Wirkstoff Hydroxychloroquin sulfat200 mg
Hilfsstoff Macrogol 6000+
Hilfsstoff Titandioxid+
Wirkstoff Hydroxychloroquin154,8 mg
Hilfsstoff Maisstärke+
Hilfsstoff Calciumhydrogenphosphat-2-Wasser+
Hilfsstoff Siliciumdioxid, hochdisperses+
Hilfsstoff Polysorbat 80+
Hilfsstoff Talkum+
Hilfsstoff Magnesium stearat (pflanzlich)+
Hilfsstoff Hypromellose+

Dosierungsangaben

PersonenkreisZeitpunktEinzeldosisGesamtdosis
Erwachsenenach der Mahlzeit4 Tabletten4 Tabletten
Erwachsenenach der Mahlzeit, 6-8 Stunden nach der Erstdosis2 Tabletten2 Tabletten
Erwachsenenach der Mahlzeit2 Tabletten1-mal täglich
Erwachsenenach der Mahlzeit2 Tabletten1-mal täglich
Erwachsenenach der Mahlzeit1 Tablette1-mal täglich
Erwachsenenach der Mahlzeit2-3 Tabletten1-mal täglich
Erwachsenenach der Mahlzeit1-2 Tabletten1-mal täglich
Erwachseneam gleichen Wochentag, nach der Mahlzeit2 Tabletten1-mal wöchentlich

Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:

Zur Behandlung der Malaria: Bei einem Körpergewicht über 60 kg sollte die Folgedosis für weitere 3 Tage eingenommen werden.

Zur Behandlung der Malaria: Für Kinder ab 6 Jahren wird das Arzneimittel ebenfalls entsprechend dem Körpergewicht dosiert.

Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Dosierung anpassen.

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Diskoider und systemischer Lupus erythemadodes: Für Kinder ab 6 Jahren wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.

Zur Vorbeugung der Malaria: Für Kinder ab 6 Jahren wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert.

In bestimmten Malariagebieten ist für Kurzaufenthalte die doppelte wöchentliche Dosis erforderlich. Die Dosierung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine Zeit lang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Malariamittel (4-Aminochinoline), z.B. Chloroquin!
- Vorsicht bei Allergie gegen Maisstärke!
- Vorsicht bei Allergie gegen Polyethylenglykol(PEG)-haltige Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Sorbitanfettsäureester und Polysorbate!
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol und ähnliche Stoffe!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Anwendungshinweise

Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Vorbeugung gegen Malaria: Erwachsene: Die Einnahme sollte eine Woche vor Reiseantritt in das Malariagebiet begonnen werden, während des Aufenthaltes und mindestens 4-8 Wochen nach dem Verlassen des Malariagebietes fortgesetzt werden. Malaria: Die Anwendungsdauer sollte maximal 3 Tage betragen. Kinder ab 6 Jahren (über 35 kg Körpergewicht) sollten nicht länger als 6 Monate behandelt werden. Eine Langzeitanwendung zur Malariaprophylaxe sollte bei Kindern vermieden werden.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Sehstörungen, Herzrhythmusstörungen, Krämpfen, Atem- und Herzstillstand kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff greift störend in das Erbgut und in den Stoffwechsel von Malariaerregern ein und hemmt so ihr Wachstum und ihre Vermehrung. Zudem wirkt der Arzneistoff im menschlichen Körper entzündungshemmend und drosselt das Immunsystem.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Appetitlosigkeit
- Schnelle und häufige Änderung der Stimmung
- Kopfschmerzen
- Störung der Nah- und Ferneinstellung des Auges (Akkommodation), wodurch man verschwommen sieht
- Durchfälle
- Gewichtsverlust
- Entweichen von Darmgasen
- Erbrechen
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Störung des Zusammenspiels von Sinneswahrnehmung und Bewegung
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
- Missempfindungen, wie Kribbeln oder Ameisenlaufen
- Schwindel
- Verwirrtheit
- Benommenheit
- Netzhautveränderungen am Auge, sie können zu Gesichtsfeldausfällen und Verlust der Sehkraft führen
- Tinnitus (Ohrgeräusche)
- Drehschwindel
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Veränderte Leberenzyme
- Abweichende Gallenfarbstoffwerte (Bilirubin) im Blut
- Haarausfall
- Pigmentveränderungen von Haut und Schleimhaut

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Schuppenflechte (Psoriasis)
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Netzhautschädigung (Makulopathie)
- Gesichtsfeldeinschränkungen
- Hörstörungen aufgrund von Nervenschädigungen
- Erbliche Netzhauterkrankung der Augen (Retinopathia pigmentosa)
- Erkrankungen der Netzhaut des Auges (Retinopathie), einschließlich Erkrankungen, die den schärfsten Fleck des Sehens betreffen (Makulopathie)
- Erkrankungen der Blut bildenden Organe, zum Beispiel des Knochenmarks

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder unter 6 Jahren: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder unter 35 kg Körpergewicht: In dieser Gruppe darf das Arzneimittel nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Er wird Ihre besondere Ausgangslage prüfen und Sie entsprechend beraten, ob und wie Sie mit dem Stillen weitermachen können.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

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