JAYEMPI 10 mg/ml Suspension zum Einnehmen

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Verschreibungspflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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PZN: 19624298
Hersteller: APO-CARE Pharma GmbH
Darreichung: Suspension zum Einnehmen
Menge: 200 ml
593,68 1
€ 2.968,40 / 1l
Menge:

Indikation

1. Das Arzneimittel wird in Kombination mit anderen Immunsuppressiva zur Vorbeugung von Transplantat-Abstoßungsreaktionen angewendet bei Patienten nach allogener Transplantation von Niere, Leber, Herz, Lunge oder Pankreas. Azathioprin ist in Behandlungsschemata zur Immunsuppression als ein Zusatz zu Immunsuppressiva angezeigt, die den Hauptfeiler der Behandlung darstellen (Basis-Immunsuppression). 2. Das Arzneimittel wird als immunsupprimierender Antimetabolit entweder allein angewendet oder, was üblicher ist, in Kombination mit anderen Mitteln (in der Regel Kortikosteroiden) und/oder Verfahren, welche die Immunantwort beeinflussen. 3. Das Arzneimittel ist angezeigt bei Patienten, die eine Unverträglichkeit gegenüber Glukokortikosteroiden aufweisen oder wenn das therapeutische Ansprechen trotz einer Behandlung mit hohen Dosen von Glukokortikosteroiden unzureichend ist, und zwar bei folgenden Erkrankungen: - schwere aktive rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), die nicht mit weniger toxischen Mitteln (krankheitsmodifizerenden Antirheumatika - DMARD) kontrolliert werden kann - Autoimmunhepatitis - systemischer Lupus erythematodes - Dermatomyositis - Polyarteritis nodosa - Pemphigus vulgaris und bullöses Pemphigoid - Behçet-Krankheit - refraktäre autoimmunhämolytische Anämie, die durch Wärmeantikörper (IgG) verursacht wird - chronische refraktäre idiopathische thrombozytopenische Purpura. 4. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von mittelschweren bis schweren Formen von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) bei Patienten angewendet, bei denen eine Therapie mit Glukokortikosteroiden erforderlich ist, jedoch keine Glukokortikosteroide vertragen werden, oder bei Patienten, bei denen die Erkrankung mit anderen üblichen Mitteln der ersten Wahl nicht behandelbar ist. 5. Das Arzneimittel ist außerdem angezeigt bei erwachsenen Patienten mit rezidivierender multipler Sklerose, wenn eine immunmodulatorische Therapie angezeigt, aber eine Therapie mit Beta-Interferon nicht möglich ist, oder wenn mit einer vorherigen Behandlung mit Azathioprin ein stabiler Verlauf erreicht wurde. 6. Das Arzneimittel ist angezeigt zur Behandlung der generalisierten Myasthenia gravis. Je nach Schwere der Erkrankung sollte das Arzneimittel aufgrund des langsamen Einsetzens der Wirkung zu Beginn der Behandlung in Kombination mit Glukokortikosteroiden angewendet werden, und die Glukokortikosteroid-Dosis ist nach mehrmonatiger Behandlung allmählich zu reduzieren. Hinweise zu den Anwendungsgebieten - Begrenzte Daten deuten darauf hin, dass Azathioprin bei Patienten mit einem erblich bedingten Mangel des Enzyms Hypoxanthin-Guanin-Phosphoribosyl-Transferase (Lesch-Nyhan-Syndrom) nicht wirksam ist. Azathioprin sollte daher bei diesen Patienten nicht angewendet werden.

Gebrauchs­informationen

Anwendungsangaben

  • - Vorbeugung der Abstoßungsreaktion bei einer Nieren-, Leber-, Herz-, Lungen- oder Pankreastransplantation
  • - Schwere, aktive chronische Polyarthritis
  • - Immunstörung mit kleinen Haut- oder Schleimhauteinblutungen (refraktäre ITP)
  • - Mittlere bis schwere Darmentzündung (Morbus Crohn)
  • - Mittlere bis schwere Dickdarmschleimhautentzündung (Colitis ulcerosa)
  • - Schubförmige Multiple Sklerose
  • - Nervenerkrankung mit Muskelerschlaffung (Myasthenia gravis)
  • - Durch das Immunsystem bedingte Leberentzündung (autoimmune Hepatitis)
  • - Autoimmunerkrankung mit Entzündungen der Haut und Organe (SLE)
  • - Entzündung des ganzen Körpers + Ausschlag + Muskelschwäche (Dermatomyositis)
  • - Autoimmune Entzündung und Gewebetod von Blutgefäßen (Panarteriitis nodosa)
  • - Blasensucht (Pemphigus vulgaris)
  • - Blasensucht (bullöses Pemphigoid)
  • - Schwere autoimmune schubartige Entzündung der Gefäße (Morbus Behcet)
  • - Blutarmut durch Immunstörung (autoimmunhämolytische, refraktäre, Anämie)

Zusammensetzung

Die angegebenen Mengen beziehen sich auf 1 ml Suspension

Wirkstoff Azathioprin10 mg
Hilfsstoff Natriumbenzoat1,5 mg
Hilfsstoff Sucralose+
Hilfsstoff Bananen-Aroma+
Hilfsstoff Citronensäure monohydrat+
Hilfsstoff Cellulose, mikrokristalline und Carmellose natrium+
Hilfsstoff Xanthan gummi+
Hilfsstoff Wasser, gereinigtes+

Dosierungsangaben

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine Zeit lang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Bei Männern im zeugungsfähigen Alter sind während und unter Umständen auch eine Zeit lang nach der Therapie wirksame Verhütungsmethoden erforderlich. Sprechen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker an.
- Das Blutbild muss während der gesamten Behandlung und ggf. nach Beendigung der Behandlung überwacht werden.
- Vorsicht bei Allergie gegen Benzoesäure und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Zitronensäure und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Bindemittel (z.B. Carboxymethylcellulose mit der E-Nummer E 466)!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.

Anwendungshinweise

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel ein. Die Suspension darf nicht mit Milch eingenommen werden. Trinken Sie etwas Flüssigkeit nach. Vor Gebrauch gut schütteln. Betreuungspersonen oder Eltern sollten bei der Handhabung des Arzneimittels Einmalhandschuhe tragen. Das Arzneimittel sollte nicht von Schwangeren oder Frauen, die beabsichtigen schwanger zu werden oder von Stillenden gehandhabt werden.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu einer Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörungen, Geschwüren im Mund- und Rachenraum, blauen Flecken, Fieber, Infektionen, Blutungen, Müdigkeit. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Wirkungsweise

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Der Wirkstoff Azathioprin gehört zur Gruppe der Immunsuppressiva. Azathioprin unterdrückt das körpereigene Immunsystem und wird, teilweise auch in Kombination mit anderen Arzneistoffen, zur Verhinderung von Abstoßungsreaktionen nach einer Organtransplantation sowie zur Behandlung von Erkrankungen bei denen der Körper eigenes Gewebe angreift, sogenannte Autoimmunerkrankungen, eingesetzt.

Aufbewahrung

Aufbewahrung

Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 12 Wochen verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Virusinfektion
- Pilzinfektion
- Bakterieninfektion
- Knochenmarkstörung mit Blutbildungsstörung (Knochenmarkdepression)
- Verminderte Zahl an weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
- Verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombozytopenie)
- Übelkeit
- Erbrechen
- Blutarmut (Anämie)
- Überempfindlichkeit
- Entzündung der Bauchspeicheldrüse
- Gallenabflussstörung
- Abweichende Leberfunktionswerte

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Impfung mit Lebendimpfstoffen (insbesondere BCG, Masern, Mumps, Röteln, Pocken und Gelbfieber)

Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

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