Anwendungsangaben
- - Bakterielle Infektion der Lunge und Bronchien durch Pseudomonas aeruginosa bei Mukoviszidose
- - Bakterieninfektion der Harnwege (kompliziert)
- - Akute Nierenbecken- und Nierenkörperchenentzündung (Pyelonephritis)
- - Bakterieninfektion der Lunge mit Bacillus anthracis (Lungenmilzbrand) nach Einatmen der Erreger, zur Behandlung und Vorbeugung
- - Bakterielle Infektion der unteren Atemwege, wie:
- - Akute Nierenbecken- und Nierenkörperchenentzündung (Pyelonephritis)
- - Bakterieninfektion der Harnwege (kompliziert)
- - Bakterielle Entzündung der Vorsteherdrüse (Prostatitis)
- - Bakterieninfektionen der Geschlechtsorgane, wie:
- - Harnröhrenentzündung durch Gonokokken
- - Gebärmutterhalsentzündung durch Gonokokken
- - Bakterielle Infektion der Hoden und der Nebenhoden
- - Entzündliche Erkrankung des Beckens der Frau (PID)
- - Bakterielle Magen-Darm-Infektion, wie z.B.:
- - Bakterieller Reisedurchfall
- - Akute Verschlechterung bei chronisch einengender Lungenerkrankung (COPD)
- - Bauchrauminfektion durch Bakterien
- - Bakterielle Infektion der Haut und der Weichteile
- - Maligne Otitis externa (Gehörgangentzündung, mit Knochen und Nerv beteiligt)
- - Bakterielle Knocheninfektion
- - Bakterielle Gelenkentzündung
- - Vorbeugung einer bakteriellen Infektion (Meningokokkeninfektion) im ganzen Körper
- - Bakterieninfektion der Lunge mit Bacillus anthracis (Lungenmilzbrand) nach Einatmen der Erreger, zur Behandlung und Vorbeugung
- - Bakterieninfektion bei Immunschwäche (Neutropenie) mit Fieber
- - Bakterielle Entzündung der Bronchien und Lunge bei Mucoviszidose
- - Bakterielle Entzündung der Bronchien und Lunge bei Lungenerkrankung (Bronchiektasen)
- - Lungenentzündung durch gramnegative Bakterien
- - Chronisch eitrige Mittelohrentzündung (Otitis media)
- - Akute Verschlimmerung einer Entzündung der Nasennebenhöhlen durch Bakterien
- - Bakterieninfektion der Harnwege, wie:
- - Unkomplizierte Harnblasenentzündung
- Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn zusätzlich Beschwerden wie schwere und langanhaltende Durchfälle auftreten.
- Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn bei Ihnen plötzlich Bauch-, Brust- oder Rückenschmerzen, akute Atemnot, Herzklopfen oder Wasseransammlungen im Bauchraum oder in den unteren Gliedmaßen auftreten.
- Es gibt verschiedene Erreger, die eine Erkrankung verursachen können. Ob das Arzneimittel gegen die vorliegende Infektion wirksam ist, kann nur der Arzt entscheiden.
Zusammensetzung
Die angegebenen Mengen beziehen sich auf 1 Tablette
| Wirkstoff Ciprofloxacin hydrochlorid-1-Wasser | 582,21 mg |
| Wirkstoff Ciprofloxacin | 500 mg |
| Hilfsstoff Cellulose, mikrokristalline | + |
| Hilfsstoff Crospovidon | + |
| Hilfsstoff Siliciumdioxid, hochdisperses | + |
| Hilfsstoff Magnesium stearat | + |
| Hilfsstoff Hypromellose | + |
| Hilfsstoff Macrogol 400 | + |
| Hilfsstoff Titandioxid | + |
Dosierungsangaben
| Personenkreis | Zeitpunkt | Einzeldosis | Gesamtdosis |
|---|
| Erwachsene | morgens und abends, unabhängig von der Mahlzeit | 1-1 1/2 Tabletten | 2-mal täglich |
Folgende Dosierungsempfehlungen werden gegeben - die Dosierung für Ihre spezielle Erkrankung besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt:
Für Kinder und Jugendliche wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Die Einnahme auf nüchternen Magen fördert den Wirkungseintritt.
Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung, z.B. in Solarien oder bei ausgedehnten Sonnenbädern, weil die Haut während der Anwendung des Arzneimittels empfindlicher reagiert.
- Das Arzneimittel darf nicht vorzeitig abgesetzt werden, weil sonst mit einem (erneuten) Ausbruch der Krankheit zu rechnen ist.
- Vorsicht bei Allergie gegen Gyrasehemmer!
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol und ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Polyethylenglykol(PEG)-haltige Stoffe!
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
- Milch und Milchprodukte (Quark, Joghurt, Käse), ebenso Mineralwasser, mit Kalzium angereicherte Getränke und Mineralstoffpräparate, sind innerhalb von 2 Stunden vor und 4 Stunden nach der Einnahme zu meiden.
- Kaffee, Cola-Getränke, Mate-Tee sowie grüner und schwarzer Tee sollen während der Behandlung mit dem Medikament vermieden werden.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unzerkaut mit Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) ein.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Benommenheit, Kopfschmerzen, Krampfanfällen und Verwirrung. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff gehört zu den Antibiotika und tötet bestimmte Bakterien ab, indem er deren Erbgut schädigt. Das Erbgut ist nicht nur für die Weitergabe von Informationen während der Vermehrung der Zellen wichtig, sondern speichert auch Informationen über die Funktion des Stoffwechsels und die Produktion von Zellbestandteilen. Wird das Erbgut geschädigt, so bricht der Stoffwechsel in der Bakterienzelle zusammen und sie stirbt.
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Übelkeit
- Durchfälle
- Begleitinfektion mit Pilzen (mykotische Superinfektion)
- Eosinophilie (erhöhte Anzahl an bestimmten weißen Blutkörperchen)
- Appetitlosigkeit
- Psychische Übererregung mit motorischer Unruhe
- Antriebssteigerung
- Kopfschmerzen
- Benommenheit
- Schlafstörungen
- Geschmacksstörungen
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Verdauungsbeschwerden
- Blähungen
- Anstieg der Leberwerte
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Nesselausschlag
- Muskelschmerzen
- Gliederschmerzen
- Rückenschmerzen durch Medikamente
- Brustkorbschmerzen
- Gelenkschmerzen
- Nierenfunktionsstörung
- Kraftlosigkeit bzw. Schwäche
- Fieber
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Säuglinge unter 1 Jahr: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden. Fragen Sie hierzu Ihren Arzt oder Apotheker.
- Ältere Patienten: Das Arzneimittel ist mit besonderer Vorsicht anzuwenden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.