DEDROGYL 0,15 mg/ml Tropfen zum Einnehmen

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Verschreibungspflichtig

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

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PZN: 2534958
Hersteller: Desma GmbH
Darreichung: Tropfen zum Einnehmen
Menge: 10 ml
30,42 1
€ 3.042,00 / 1l
Menge:

Indikation

1. Erwachsene: Renale Osteopathie, Hypokalzämie und Osteomalazie bei Leberzirrhose sowie Osteomalazie bei Vitamin-D-Mangel, infolge Dauerbehandlung mit Antiepileptika (Osteopathia antiepileptika), infolge Steatorrhoe, infolge Magen- und Darmoperationen (Gastrektromie, Magenresektion, Cholezystektomie, Dünndarmresektion), bei idiopathischem oder postoperativem Hypoparathyreoidismus. 2. Kinder, Säuglinge: Vitamin-D-Mangelrachitis, renale Osteopathie, Rachitis bei Leberzirrhose; Osteomalazie infolge Dauerbehandlung mit Antiepileptika, bei idiopathischem oder postoperativem Hypoparathyreoidismus. 3. Frühgeborene: Prophylaxe und Therapie der neonatalen Hypokalzämie. Hinweise zu den Anwendungsgebieten Besondere Hinweise: Calcifediol ist stärker und schneller wirksam und hat eine kürzere Halbwertszeit als Vitamin D3. Hypokalzämie/Osteomalazie bei Leberzirrhose: Die Umwandlung von Vitamin D3, zu Calcifediol erfolgt in der Leber. Bei einigen Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose) tritt deshalb ein Mangel an Calcifediol auf, der zu Hypokalzämie und Mineralisationsstörungen im Knochen führt. Osteopathia antiepileptika: Antiepileptika bewirken eine direkte Hemmung der Kalziumaufnahme aus dem Darm (Phenytoin) oder eine Beschleunigung des Vitamin-D-Stoffwechsels (Barbiturate, Diphenylhydantoin, Primidon) mit einem Mangel an Calcifediol. Bei kombinierter Anwendung von Antiepileptika (z. B. Phenobarbital/Diphenylhydantoin) ist mit schweren Knochenveränderungen zu rechnen, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Osteomalazie infolge Steatorrhoe oder Magen- und Darmoperationen: Patienten mit gastrointestinalen Erkrankungen oder nach Magen- und Darmoperationen zeigen häufig Störungen im Knochenstoffwechsel, die auf negativer Kalziumbilanz und einem Vitamin-D-Defizit beruhen. Hierbei ist eine Behandlung mit Calcifediol und ggf. mit Kalzium angezeigt. Osteomalazie infolge Hypoparathyreoidismus: - Parathormonmangel führt zu Hypokalzämie und zu Hyperphosphatämie. Hierbei ist eine Dauerbehandlung mit Calcifediol unter ausreichender Kalziumzufuhr (500-1500 mg ionisiertes Kalzium/Tag) erforderlich. - Der Blutkalziumspiegel sollte auf Werte zwischen 8 und 9 mg/dl (2,0-2,25 mmol/l) eingestellt werden. Die Einstellung auf einen Blutkalziumspiegel im unteren Normbereich ist wesentlich, da bei Patienten mit Unterfunktion der Nebenschilddrüsen Blutkalziumspiegel von 10mg/dl (2,5mmol/l) zu einer Hyperkalzämie mit heterotopen Verkalkungen führen können.

Gebrauchs­informationen

Anwendungsangaben

  • - Prophylaxe und Therapie von vermindertem Kalziumgehalt im Blut (Hypokalzämie) bei Neugeborenen
  • - Rachitis (bedingt durch Vitamin D-Mangel oder Vitamin D-Resistenz)
  • - Störung des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei chronischer Nierenerkrankung (renale Osteopathie)
  • - Rachitis bei Leberzirrhose
  • - Knochenerweichung (Osteomalazie) durch Antiepileptika
  • - Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus)
  • - Störung des Mineral- und Knochenstoffwechsels bei chronischer Nierenerkrankung (renale Osteopathie)
  • - Verminderter Kalziumgehalt im Blut (Hypokalzämie)
  • - Knochenerweichung (Osteomalazie) bei Leberzirrhose
  • - Knochenerweichung (Osteomalazie) bei Vtamin D-Mangel
  • - Knochenerweichung (Osteomalazie) durch Antiepileptika
  • - Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus)

Zusammensetzung

Die angegebenen Mengen beziehen sich auf 1 ml Tropfen = 30 Tropfen

Wirkstoff Calcifediol0,15 mg
Hilfsstoff Propylenglycol1038 mg

Dosierungsangaben

Da die Dosierung des Arzneimittels von verschiedenen Faktoren abhängt, sollte sie von Ihrem Arzt individuell auf Sie abgestimmt werden.

Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.

Lassen Sie sich zu der Dosierung von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Wichtige Hinweise

Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht bei Allergie gegen Propylenglykol und ähnliche Stoffe!

Anwendungshinweise

Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel mit wenig Flüssigkeit (Wasser, Milch oder Fruchtsaft) ein. Zur genauen Dosierung sollte die Tropfflasche mit der Öffnung senkrecht nach unten gehalten werden.

Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.

Überdosierung?
Bei einer Überdosierung kann es zu erhöhter Kalziumausscheidung im Harn sowie zu erhöhten Kalziumwerten im Blut mit Schwäche, Muskel-, und Gelenkschmerzen, Verkalkungen in den Nieren, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, unmäßigem Trinken, Verstopfung, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.

Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.

Nebenwirkungen

Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?

- Erhöhte Kalziumwerte
- Erhöhte Phosphatwerte
- Kalziumphosphatablagerungen (Kalziumsteine) außerhalb des Skeletts
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Erschöpfung
- Verstopfung
- Durstgefühl
- Hautreaktion
- Nesselausschlag

Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.

Gegenanzeigen

Was spricht gegen eine Anwendung?

- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Erhöhter Kalziumwert
- Erhöhte Phosphatwerte
- Erhöhte Kalziumausscheidung im Urin
- Anhäufung einer giftigen Menge von Vitamin D im Körper (Hypervitaminose D)

Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Wenden Sie sich an Ihren Arzt. Es spielen verschiedene Überlegungen eine Rolle, ob und wie das Arzneimittel in der Schwangerschaft angewendet werden kann.
- Stillzeit: Von einer Anwendung wird nach derzeitigen Erkenntnissen abgeraten. Eventuell ist ein Abstillen in Erwägung zu ziehen.

Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.

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