Zusammensetzung
Die angegebenen Mengen beziehen sich auf 1 ml Suspension
| Wirkstoff Clobazam | 2 mg |
| Hilfsstoff Dinatriumhydrogenphosphat-2-Wasser | + |
| Hilfsstoff Natriumdihydrogenphosphat-2-Wasser | + |
| Hilfsstoff Wasser, gereinigtes | + |
| Hilfsstoff Sorbitol | 175 mg |
| Hilfsstoff Xanthan gummi | + |
| Hilfsstoff Acesulfam kalium | + |
| Hilfsstoff Himbeer-Aroma | + |
| Hilfsstoff Propylenglycol | 4,825 mg |
| Hilfsstoff Natrium-4-propoxycarbonylphenolat | 0,224 mg |
| Hilfsstoff Natrium-4-methoxycarbonylphenolat | 2,06 mg |
| Hilfsstoff Benzoat-Anion | insgesamt 1,57 mg |
Dosierungsangaben
| Personenkreis | Zeitpunkt | Einzeldosis | Gesamtdosis |
|---|
| Erwachsene | unabhängig von der Mahlzeit | 2,5-7,5 ml | 1-mal täglich |
Die Dosierung wird in der Regel von Ihrem Arzt langsam erhöht und auf eine für Sie passende Erhaltungsdosis eingestellt.
Abhängig von Ihrer Erkrankung und dem Stadium der Behandlung, wird das Arzneimittel von Ihrem Arzt in der Regel folgendermaßen dosiert:
Höchstdosis: Unter ärztlicher Aufsicht kann die Dosis auf 30 ml pro Tag erhöht werden.
Dosierhilfe: Dem Arzneimittel liegt für eine korrekte Dosierung ein Messbehältnis bei.
Kinder ab 2 Jahren und und Jugendliche: Das Arzneimittel wird von Ihrem Arzt entsprechend dem Körpergewicht dosiert.
Patienten mit einer Leber- oder Nierenfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Ältere und geschwächte Patienten: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.
Wichtige Hinweise
Was sollten Sie beachten?
- Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein. Achten Sie vor allem darauf, wenn Sie am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen (auch im Haushalt) bedienen, mit denen Sie sich verletzen können.
- Vorsicht: Das Arzneimittel kann zu einer körperlichen Abhängigkeit führen und bei Absetzen können Entzugserscheinungen auftreten.
- Vorsicht: Bei regelmäßiger Einnahme kann es zu einer psychischen Abhängigkeit kommen.
- Vorsicht: Vermeiden Sie die Einnahme von Alkohol.
- Vorsicht: Patienten mit Engwinkelglaukom haben ein erhöhtes Risiko - besonderes im akuten Anfall.
- Durch plötzliches Absetzen können Probleme oder Beschwerden auftreten. Deshalb sollte die Behandlung langsam, das heißt mit einem schrittweisen Ausschleichen der Dosis, beendet werden. Lassen Sie sich dazu am besten von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
- Achtung: Wenn Sie das Arzneimittel über längere Zeit anwenden, kann sich der Körper daran gewöhnen und Sie brauchen evtl. eine immer höhere Dosierung, damit Sie eine Wirkung spüren.
- Vorsicht bei Allergie gegen Benzodiazepine wie Diazepam oder chemisch-ähnliche Stoffe!
- Vorsicht bei Allergie gegen Parabene (z.B. Methylhydroxybenzoat)!
- Parabene (Konservierungsstoffe z.B. E 214 - E 219) können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch mit zeitlicher Verzögerung, hervorrufen.
- Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Fructose (Fruchtzucker). Wenn Sie eine Diabetes-Diät einhalten müssen, sollten Sie den Zuckergehalt berücksichtigen.
- Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben. Das gilt auch für Arzneimittel, die Sie selbst kaufen, nur gelegentlich anwenden oder deren Anwendung schon einige Zeit zurückliegt.
Anwendungshinweise
Die Gesamtdosis sollte nicht ohne Rücksprache mit einem Arzt oder Apotheker überschritten werden.
Art der Anwendung?
Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein. Vor Gebrauch gut schütteln.
Dauer der Anwendung?
Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt.
Überdosierung?
Es kann zu einer Vielzahl von Überdosierungserscheinungen kommen, unter anderem zu Schläfrigkeit, Koordinationsstörungen, niedrigem Blutdruck, Atembeschwerden bis hin zum Koma. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.
Einnahme vergessen?
Setzen Sie die Einnahme zum nächsten vorgeschriebenen Zeitpunkt ganz normal (also nicht mit der doppelten Menge) fort.
Generell gilt: Achten Sie vor allem bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen auf eine gewissenhafte Dosierung. Im Zweifelsfalle fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach etwaigen Auswirkungen oder Vorsichtsmaßnahmen.
Eine vom Arzt verordnete Dosierung kann von den Angaben der Packungsbeilage abweichen. Da der Arzt sie individuell abstimmt, sollten Sie das Arzneimittel daher nach seinen Anweisungen anwenden.
Wirkungsweise
Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?
Der Wirkstoff wirkt vor allem beruhigend und krampflösend, indem er im Gehirn an speziellen Bindungsstellen angreift. Durch die Wechselwirkung mit diesen Bindungsstellen wird die Wirkung von körpereigenen, entspannend wirkenden Substanzen verstärkt.
Aufbewahrung
Aufbewahrung
Lagerung vor Anbruch
Das Arzneimittel muss vor Hitze geschützt aufbewahrt werden.
Aufbewahrung nach Anbruch oder Zubereitung
Das Arzneimittel darf nach Anbruch/Zubereitung höchstens 28 Tage verwendet werden!
Das Arzneimittel muss nach Anbruch/Zubereitung bei Raumtemperatur aufbewahrt werden!
Nebenwirkungen
Welche unerwünschten Wirkungen können auftreten?
- Schläfrigkeit, vor allem zu Beginn der Behandlung und bei höherer Dosierung
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
- Reizbarkeit
- Aggressives Verhalten
- Unruhe
- Emotionale Niedergeschlagenheit
- Depression
- Antriebssteigerung
- Schläfrigkeit (Sedierung)
- Schwindel
- Konzentrationsstörung
- Sprachstörungenvorübergehend, vor allem bei hoher Dosierung oder Langzeitbehandlung
- Kopfschmerzen
- Zittern
- Störung der Bewegungskoordination (Ataxie)
- Mundtrockenheit
- Verstopfung
- Übelkeit
- Unnormales Verhalten
- Verwirrtheit
- Angstzustände
- Wahn
- Albträume
- Fehlendes sexuelles Verlangen (Libidoverlust)vorübergehend, vor allem bei hoher Dosierung oder Langzeitbehandlung
- Gefühlsarmut
- Vollständiger oder teilweiser Verlust der Erinnerung bzw. Merkfähigkeit (Amnesie)
- Eingeschränktes Erinnerungsvermögen
- Verlust der Erinnerung an einen bestimmten Zeitraum nach einem Ereignis (anterograde Amnesie)
- Doppeltsehenvorübergehend, vor allem bei hoher Dosierung oder Langzeitbehandlung
- Hautausschlag
- Gewichtszunahme, vor allem bei hoher Dosierung oder Langzeitbehandlung
- Sturzgefahr
Bemerken Sie eine Befindlichkeitsstörung oder Veränderung während der Behandlung, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Für die Information an dieser Stelle werden vor allem Nebenwirkungen berücksichtigt, die bei mindestens einem von 1.000 behandelten Patienten auftreten.
Gegenanzeigen
Was spricht gegen eine Anwendung?
Immer:
- Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
- Alkoholmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Arzneimittelmissbrauch, auch wenn er schon längere Zeit zurückliegt
- Drogenabhängigkeit, auch wenn sie schon längere Zeit zurückliegt
- Myasthenia gravis (Erkrankung des Nervensystems mit Muskelerschlaffung)
- Atemschwäche
- Schlafapnoe-Syndrom (kurzzeitiger Atemstillstand während des Schlafes)
- Stark eingeschränkte Leberfunktion
- Akute Vergiftungen, durch Alkohol oder Substanzen, die auf das zentrale Nervensystem wirken
Unter Umständen - sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Apotheker:
- Kreislaufschwäche
- Bewegungsstörungen, aufgrund von Schädigung der Nervenbahnen im Gehirn (zerebrale Ataxien)
- Bewegungsstörungen, aufgrund von Schädigung der Nervenbahnen im Rückenmark (spinale Ataxien)
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Enzymstörung mit langsamem/keinem Arzneimittelabbau (CYP P450 2C19-Mangel)
Das Arzneimittel sollte nicht bei Frauen im gebärfähigen Alter angewendet werden, die keine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
Welche Altersgruppe ist zu beachten?
- Neugeborene in den ersten 4 Lebenswochen: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
- Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren: Das Arzneimittel sollte in der Regel in dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.
Was ist mit Schwangerschaft und Stillzeit?
- Schwangerschaft: Das Arzneimittel sollte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht angewendet werden.
- Stillzeit: Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden.
Ist Ihnen das Arzneimittel trotz einer Gegenanzeige verordnet worden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker. Der therapeutische Nutzen kann höher sein, als das Risiko, das die Anwendung bei einer Gegenanzeige in sich birgt.